Lock-Down und Ostern

Hey 🙂

Es gab zwar gerade erst einen Blogbeitrag aber ich wollte auch unbedingt noch etwas zu aktuellen Lage hier erzählen. Ich denke im Moment dreht sich eigentlich nichts um ein anderes Thema als Covid-19 und auch wenn es wahrscheinlich niemand mehr hören kann, möchte ich auch für mich festhalten, wie hier in Neuseeland damit umgegangen wird. Allgemein möchte ich erst mal sagen, dass die Lage hier nicht ganz so schlimm ist wie beispielsweise in Europa. Wir haben weniger 1500 Infizierte aber trotzdem sind die Maßnahmen hier doch ein wenig extremer, da man versucht den Virus, soweit es eben geht, einzudämmen. Momentan sind wir im sogenannten Lock-Down. Das bedeutet, dass ALLE, die nicht in wirklich notwendigen Berufen arbeiten, zu Hause bleiben müssen und das Haus nur für einen kurzen Spaziergang in der Nähe des Hauses verlassen dürfen. Geplant sind jetzt erst einmal 4 Woche, die wahrscheinlich, dass danach aber zum Beispiel Schulen direkt wieder öffnen ist relativ gering. Schlussendlich wissen wir nicht, wie lange wir jetzt zu Hause festsitzen und ich bin ganz ehrlich, die Situation ist nicht immer ganz einfach. Mein Alltag besteht jetzt darin zu versuchen 2 Kinder den kompletten Tag zu bespaßen und dabei am besten nicht zu laut zu sein, sodass Dennis auch noch arbeiten kann. An manchen Tagen klappt es echt richtig gut und wir haben richtig viel Spaß aber manchmal ist es einfach nur unerträglich und der Tag geht absolut nicht vorbei. Ich möchte mich aber auf jeden Fall nicht beschweren. Ich bekomme echt viel Unterstützung von meiner Gastmutter und zumindest ist mir auf jeden Fall nicht langweilig 😂. Außerdem verbringe ich jetzt natürlich noch mehr Zeit mit Ben und Charlotte und vor allem auch mit meinen Gasteltern. Und wenn man so eng aufeinandersitzt, da lernt man sich noch mal viel intensiver kennen❤️. Auch die allgemeine Stimmung hier ist noch relativ gut. Alle Familien haben jetzt Stofftiere, vor allem Teddys in ihren Fenstern stehen, sodass man jetzt fast bei jedem Haus irgendwo einen Teddy finden kann – einfach nur richtig süß. Natürlich schauen jetzt auch aus einem unserer Fenster ganz viele Stofftiere.

Theoretisch hätte es für mich auch die Möglichkeit gegeben mit dem Rettungsprogramm der deutschen Regierung nach Hause zu fliegen, doch schlussendlich habe ich mich dagegen entschieden. Erstens sind diese Flüge sehr spontan und ich möchte mich nicht von einem auf den andern Tag von meiner Gastfamilie hier trennen müssen. Außerdem ist die gesamte Situation in Neuseeland nicht so akut und ich fühle mich hier sehr sicher. Hinzukommt auch, dass ich noch ein paar Sachen auf meiner Liste habe, die ich in Neuseeland noch unbedingt sehen und machen möchte und ich hoffe einfach, dass das eventuell noch klappt😬. Natürlich gehe ich damit auch ein Risiko ein, da man eben nicht weiß, wie lange die Gesamtsituation noch so angespannt ist – vor allem eben auf den Flugverkehr bezogen. Ich hoffe jetzt aber einfach das beste und versuche zuversichtlich zu sein, dass ich Anfang Juli nach Hause kommen kann und zuvor eventuell noch ein paar schöne Dinge hier erleben kann. 🥰

Durch den Lock-Down verbringe ich jetzt logischerweise auch Ostern mit meiner Gastfamilie. So war ich dann auch bei der kleinen Ostereiersuche im Garten dabei und beim Osteressen. Mit Lamm, Curry und Apfelkuchen hatten wir auf jeden Fall eine ganze Menge leckeres Essen und ein Paar Disney Klassiker haben wir auch noch angeschaut☺️.

Ich werde mich dann wahrscheinlich erst wieder nach Ende des Lock-Downs melden, bis dahin wir es wahrscheinlich nicht so wirklich viel spannendes zu erzählen geben😂.

Ganz liebe Grüße an euch! Passt auf euch auf und bleibt gesund! ❤️

Sandra

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  1. Avatar von Unbekannt

1 Comment

  1. Hallo Sandra,
    lese Deine Berichte sehr gerne . Schön, dass Du Deine Erlebnisse mit uns teilst.
    Antworte sonst eigentlich nicht auf Blog-Einträge, Socialmedia lese ich aber schon mit… bin da sonst eher zurückhaltend.
    Aber dieser Post… toll, wie Du die Situation meisterst… Respekt!
    Für mich hast Du die richtige Entscheidung getroffen, nicht nach Deutschland zu kommen. Das Virus darf nicht alle Träume/Wünsche „zerstören“. Und hier in Deutschland verpasst Du grad eh nix.
    Dir alles Gute!
    Gruß aus Weikersheim,
    Heiko

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