Hi 🙂
Meine erste komplette Woche hier ist nun fast vorbei (es ist gerade Samstagabend) und wenn ich auf die letzte Woche zurückblicke, dann war das schon eine ganz schöne Achterbahnfahrt der Gefühle.
Mein Alltag besteht größten Teils daraus den Tag mit den Kindern zu bestreiten, dass bedeutet für mich sie Frühs zu wecken ihnen ihre Lunch-Boxen zu packen, mit ihnen zu Frühstücken und sie dann Anzuziehen und sie in die Schule/Kindergarten zu bringen und sie dort wieder abzuholen, sie abends zu Baden und ihnen Abendessen zu kochen. Das hört sich alles eigentlich auch echt unkompliziert an, aber diese Woche war das oft schon eine riesige Herausforderung 😬. Beispielsweise sind die beiden Kids absolute Morgenmuffel, was es für mich teilweise fast schon unmöglich gemacht hat, die beiden aus dem Bett zu bekommen (manchmal hat es nach dem Vorlesen von 3 Büchern geklappt, die beiden lieben nämlich Bücher – manchmal haben sie sich aber auch einfach demonstrativ wieder umgedreht😅). Sowohl für die beiden Kids als auch für mich ist die Situation im Moment einfach noch total neu und natürlich kann ich gut nachvollziehen, dass sie keine Lust haben Frühs von mir angezogen zu werden. Natürlich ist es aber trotzdem total frustrierend, wenn der schon fast 6-jährige Junge 30 Minuten auf seinem Bett sitzt und in die Luft tritt anstatt sich anzuziehen (deshalb mussten wir uns auf dem Schulweg meistens dann auch enorm beeilen😅) oder das Mädchen zu dir sagt, dass du nie ihre Freundin sein wirst (und natürlich weiß ich, dass das Charlotte das wahrscheinlich nicht so ernst meint und in dem Moment einfach lieber bei ihrer Mama wäre, aber das ist natürlich für mich dann trotzdem nicht leicht). Und selbstverständlich habe ich auch beide schon zum Weinen gebracht (das musste ja früher oder später mal passieren😅), als ich nämlich vergessen habe die Alarmanlage auszuschalten und diese dann einen absurd lauten Alarm ausgelöst hat. Diese Woche war zudem noch etwas stressiger, weil ich hier in der ersten Woche als Au-Pair noch nicht Autofahren darf. Das hat für mich bedeutet, dass ich mit dem Mädchen im Kinderwagen circa 20 Minuten zum Kindergarten laufen musste. An sich natürlich absolut kein Problem, aber bei strömendem Regen, Wind und mit einer dicken Erkältung (herzlichen Dank an den neuseeländischen Winter✌🏻) macht es wirklich keinen Spaß eine fast 4-jährige den Berg hochzuschieben. Aber ich möchte mich ja nicht beschweren, denn so bin ich zumindest immer genug in Bewegung gewesen und konnte mich zumindest ein bisschen orientieren. Ich hatte über die Woche verteilt aber natürlich auch echt schöne Momente. Am Montag zum Beispiel habe ich den ganzen Vormittag mit Charlotte (mein Gastmädchen) total schön gespielt ❤️und auch wenn ich den beiden Vorlese, wollen sie manchmal auf meinem Schoß sitzen oder kuscheln sich ganz dicht an mich ran. Und natürlich ist es echt schön zu sehen, dass die Kinder ganz langsam ein bisschen Vertrauen zu einem aufbauen.
Während die Kinder dann in der Schule bzw. im Kindergarten sind kümmere ich mich immer ein wenig um das Geschirr in der Küche, die Kinderzimmer und die Wäsche. Danach habe ich dann bis auf montags immer einige Stunden Freizeit. Diese sind in dieser Woche aber meistens für organisatorische Sachen draufgegangen, da ich hier beispielsweise ein Bankkonto eröffnen musste und eine neuseeländische Steuernummer beantragen musste. Ich habe das meistens aber mit einem großen Spaziergang verbunden, um mich hier zumindest ein bisschen zu orientieren (und deshalb ist im Moment Google-Maps auch die meist benutzte App auf meinem Handy😁). Am Dienstagabend war ich dann auch noch hier bei der Coffegroup, bei der echt richtig viele Au-Pairs waren, mit denen man sich mega gut austauschen kann und auch echt nette Leute kennenlernen kann.
Heute (Samstag) bin ich zusammen mit Jula (auch ein Au-Pair) erst mal zum Hafen gefahren. Von dort aus haben wir uns dann ein bisschen die Stadt angeschaut und sind dann noch zu einem Strand in Devonport (ein Stadtteil von Auckland) gefahren. Dabei hatten wir mit dem Wetter eigentlich auch echt Glück, da von Sturm bis Sonne heute echt alles dabei war. Wir haben dann glücklicherweise in der Sonne gesessen und konnten dann sogar mit den Füßen noch ein bisschen ins Wasser 😀. Für das erste freie Wochenende war das glaube ich echt ein guter Trip und wir sind schon am Planen, was wir die nächsten Wochenenden so machen können (Vorausgesetzt natürlich wir bekommen endlich unsere Steuernummer und werden dann auch bezahlt😅). Und deshalb werde ich morgen mal eine Google-Tag einlegen, um einfach mal alles aufzuschreiben, was ich hier sehen möchte. Das Wetter hat sowieso nicht gut gemeldet.


Liebe Grüße an euch alle – ich halte euch auf dem laufenden, wenn etwas Spannendes passiert 😁👋🏻
Sandra